Vampyr

saugt seine Opfer aus
saugt ihr Blut im rauschenden Takt ihrer
schlagenden Herzen

Blutrausch

berauscht sich am
Leben entflossenen Elixier

erlebt Ekstase
erlebt Leben pur
erlebt den Tod seiner Opfer

und jagt
und mordet
und schlachtet seine Opfer

sein Leben ist Nachts
Nachts ist er am Leben

geht
läuft
rennt
stellt seine Opfer

gleitet durch die Nacht
wie ein Schatten
als der Schatten

ohne Laut
tötet er
tötet er
tötet er seine Opfer

saugend
sich labend
am Blut seiner Opfer

Alt ohne alt zu sein
tötet er
seit Jahren
und Jahrhunderten

zeitlos taucht er auf
blaß
kalt
und nur im Dunkel

Blutleer doch nicht ohne Blut
weint er
so fließen
dunkle rote Tränen
dem Auge heraus

schaut er in Spiegel
so sieht er sich nicht
doch körperlos ist er nicht

kommt von der anderen Seite
tritt aus Spiegeln
in die Wirklichkeit

ist der Tod schlechthin

tötet ohne Rage
tötet ohne Liebe
tötet ohne Gefühl

tötet um zu töten

tötet um zu leben

Ist der Tod des Poeten
so phantastisch
so erfunden
so poetisch

… doch so real wie Leben und Tod …